„Weltenbilder Teil 3  Welt von Menschenhand . . . zwischen Utopie und Verheißung“

Das KunstForumEifel zeigt vom 1. September 2019 bis zum 23. November 2019 die Ausstellung Weltenbilder Teil 3 „Welt von Menschenhand . . . .  zwischen Utopie und Verheissung“

– zwischen der ganz subjektiven Vorstellung einer zu gestaltenden Zukunft und den Versprechungen politischer Systeme, religiöser Verheißungen und den Verlockungen einer digitalisierten Welt.

– zwischen optimistisch-fantastischen Idealen und gegenwartsbezogener politischer Gestaltungsmacht

– zwischen den einzigartigen kreativen und geistigen Möglichkeiten des Menschen und dem zerstörerischen Potential nicht mehr nur lokaler und absichtlicher Eingriffe in die Natur als Technologie der Klimamanipulation.

– zwischen der Offenheit für ganz andere Gefüge von Landschaften, Wirtschaftsweisen und Lebensformen und der geläufigen Vorstellung einer ewigen Wachstumsgesellschaft

– zwischen Maßhalten, Teilhabe und Verantwortung vor dem Ökosystem Erde und dem altbekannten Weltbild, dass der Mensch der Maßstab aller Dinge sei, der sich über die Natur erhebt, sie gestaltet und beherrscht

– zwischen menschlicher Selbstbeschränkung und meditativer Spiritualität und stetem wirtschaftlichem Aufschwung, sozialer Entwicklung, politischem Erfolg, militärischer Stärke und territorialer Expansion

Wie kann Kunst, die von jeher in der Spannung zwischen Ideologiekritik und Anpassung an die Verhältnisse gut gelebt hat, ein mehr an Erkenntnis, Erfahrung und sinnlicher Evidenz in diese Zeit hineintragen? Was wünschen, was träumen, welcher Utopie folgen angesichts permanent präsenter Warenästhetik, medialer Horrorvisionen, Digitalisierung und Geoengineering, der Entzauberung der Welt und anderer Verführungen von „anything goes“.

Wie soll das Leben sein? Utopie und Verheißung liegen bereits im kleinsten Tagtraum…. Sie haben immer mit subjektivem Verhalten und Handlungsmöglichkeiten zu tun, sie sind von Kategorien wie Wunsch, Traum, Hoffnung Bewusstsein und Selbstreflektion nicht ablösbar. Bewusste, wache Gestaltung findet in der Gegenwart, in der Achtsamkeit des Augenblicks statt, dem ureigensten Moment kreativer Prozesse.

Der Kunst obliegt die Aufgabe wachen Träumens … am „Ende der kosmischen Unbesorgtheit „ (Sloterdijk) zu begreifen aus geowissenschaftlichen Erkenntnissen und geistesgeschichtlichen Deutungen, eine neue Epoche in der Geschichte der Erde, das Anthropozän „gekennzeichnet durch eine durchgreifend vom Menschen bestimmte, vom Menschen beherrschte, vom Menschen zu gestaltende und zu bewahrende, eine vom Menschen zu verantwortende Natur … eine Welt von Menschenhand“.

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier herunterladen. 

Den Presseartikel von Stephan Everling im Kölner Stadtanzeiger vom 30.08.2019 finden Sie hier.

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