KunstForumEifel

Heimat - (k)ein Ort !?  Teil 3
Das Haus. Das Kleid. Die Haut.

Der Einladungsflyer

Das Projekt „Heimat – (k) ein Ort!?“, in den Jahren 2013 und 2014 bereits durch die regionale Kulturförderung unterstützt, wird in diesem Jahr mit neuer Thematik fortgesetzt.

Zeigte die 1. Ausstellung, wie sehr „Heimat“ von Erinnerungen und dem sozialen Gefüge geprägt wird und lenkte die 2. Ausstellung den Blick auf die, von Menschenhand geprägte Landschaft, so fragt die 3. Ausstellung nach „dem Stück Heimat“, das uns ganz nahe ist, das unsere Identität und Individualität am meisten prägt:

„Das Haus. Das Kleid. Die Haut.“

„Das Haus“ meint die psychologischen und sozialen Funktionen des Wohnens, aber auch die „Behausung,“ ob nun Zelt, Hütte, Kokon und Nest, Rückzug und Schutz für Mensch und Tier. Mit dem Gegenstand „Haus“ verknüpft sich öffentlicher und intimer Raum, mit dem Begriffen „Heim“, „Zuhause“ wird die Form und Bedeutung des Hauses zur Strukturierung sozialer, ökologischer und ästhetischer Aspekte in der heutigen Kunst verdeutlicht. Das Haus als Metapher steht für Dialog, Warmherzigkeit, Menschlichkeit, auch Macht, Wahn, Gewalt, für Verlust, Zerstörung, Eingesperrtsein, für Zelle und Hülle, für das Selbst und ist steter Sehnsuchtsort.

„Das Kleid“ ist gemeint als Schnittstelle zwischen Mensch und Umwelt, als Chiffre der eigenen Person und Requisite der Identitätsbildung, der Selbstdarstellung. Als Gewand, Hülle, Maske, Schleier dient es der Be- und Verkleidung, ist Statussymbol, dient der Inszenierung von Macht. In Taufkleid und Totenhemd, in Lumpen und Trauerkleidung, in Uniform und Rüstung, in liturgischen Gewändern, im „Kleiderwechsel“ wird es zum Zeichen der Initiation. Die Abwesenheit von Kleid  ... die Nacktheit ... der Akt ... die Haut ...

„Die Haut“ als das größte Organ des Menschen, das alle andern umfängt, erscheint landläufig vor allem als Grenze des Selbst: sie beherbergt es und schließt es nach außen ab. Daher ist die Haut zur Metapher für die Isolation von der Welt geworden. Und erzählt auf vielfältige Weise und mit unzähligen Redewendungen vom Leben, wird in symbolisierender Absicht Gegenstand und Thema von künstlerischen Positionen. Sie ist eine Projektionsfläche für Schönheitsideale unterschiedlichster Art. Sie wird als tierische Haut zum Fetisch, als Kleidungsstück zur „zweiten“ Haut. Sie ist politisch (weil nicht in jeder Schattierung akzeptiert), sie ist religiös (und damit gelegentlich tabu). Es gilt seine Haut zu retten, seine Haut zu Markte zu tragen, es wird vom aus der Haut fahren gesprochen, vom Rot werden vor Zorn, vom Tätowieren, Schmücken und Brandmarken, es gilt all diesen Begriffen „ein Bild zu geben“, zu zeigen, was unter die Haut gehen kann.

Die Ausstellung, mit ergänzenden Lesungen, Theateraufführungen und Aktionen trägt dazu bei „Heimat – als (k) ein Ort“ zu erleben, zu erinnern und zu vergewissern, an dem alles möglich ist: in offenem Dialog von sozialem Gefüge, gestalteter Umwelt und sich selbst sicherer Menschen.
„ ... so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat!“ (Ernst Bloch).

Konzept: Eva-Maria Hermanns

Die bildnerische Darstellung

Malerei und Zeichnung
ATABAL, Bernd Bohmeier, Anne Dahm-Puchalla, Antje Fuß, Petra Genster, Gisela Gross, Jutta Höfs, Irene Kohnen (B), Karin Mühlwitz, Oreste, Mechtild Ostermann, Beate Prantner, Maria-Elisabeth Palmen-Kind, Benno Reichart, Erasmus Scheuer, Birgit Schlechtriemen, Hans-Peter Vollmer, Susanne C. Walther, Antje Winkler-Sueße und Agnes Harff-Hilger in memoriam.

Objekte und Installationen
Andrea Gentile & Pascale Jansen, Hanne Horn, Ulrike Janßen, Dorothea Kirsch, Andrea Niessen, Ulrike Oeter, Renate Preuß, Jürgen A. Roder, Bernd Sommer, Martina Unterharnscheidt, Elke Wessel, Angelika Wittek

Fotografie und neue Medien
Bettina Lohmer, Birgit O. Erlenbruch, Annette Kipnowski, Karl-Heinz Laufs, Matthias Jung und Rendel Freude, Karin Meinel, Maggie Töpfer

Künstlerbücher und Texte
Karin Innerling und Monika Mengel

Skulpturen im Außenbereich
Rendel Freude

DAS WORT. DER KLANG. DAS WERK.

Sonntag, 25. Oktober 2015 zur „blauen Stunde“ um 17.00 Uhr
Erich Hermes (Gitarre) und Dorothee Ackerschott (Flügel) nähern sich dem Begriff „Heimat“ auf musikalische Weise, mit vorwiegend deutschen Chansons, in Wort und Klang, historisch, gegenwärtig und Identität stiftend.
Eintritt: 12.00 € / 10.00 € Ausstellungsbesuch und ein Drink inklusive!

Samstag, 7. November 2015 um 17.00 Uhr
„Blaue Bananen“ Jazz und Literatur mit Andreas Hörschler am Piano und Geschichten von Bernd Sommer: ein kühner Ersatz für die „Blauen Blumen“ der Romantik und umspielte Sehnsuchtsorte abseits üblicher Verlockungen.
Eintritt: 12.00 € / 10.00 € Ausstellungsbesuch und ein Drink inklusive!

Sonntag, 15. November 2015 um 17.00 Uhr
Wozu Kleidung? Wir tragen unsere Haut zu Markte! Das Litera-Tour-Terzett Karyn von Ostholt, Manfred Haas und Michael Althausen lesen heiter Vergnügliches und boshaft Geistvolles, geschrieben von Experten für Körperlichkeit.
Eintritt: 12.00 € / 10.00 € Ausstellungsbesuch und ein Drink inklusive!

Samstag, 21. November von 14.00 bis 18.00 Uhr
GELEBTES LEBEN ... ein kreativer Nachmittag mit Rendel Freude. Mit Bildern, Worten, Fotos und bunten Papieren, aus Zetteln und Schnipseln entsteht eine Geschichte, geklebt, gemalt, gezeichnet, geschrieben und gestaltet in einem Leporello.(ein kleines Buch, bei dem die Seiten wie eine Ziehharmonika zusammengeklebt sind.) Bitte entsprechendes, persönliches Material, gerne auch eigene Stifte, Farben und Papiere u.a. mitbringen. Viele weitere Materialien sind vorhanden. Ein Workshop, offen für alle, die etwas in Bildern erzählen möchten. Informationen und Anmeldung unter 02445/911250 (Hermanns) und emhermanns@online.de
Gebühren 10.00 € + 15.00 € Materialkosten (Nachmittagskaffee inklusive)

 

Die Ausstellung Heimat 3 wird gesponsert von:

dem Kunstforum Ostbelgien (DG)
dem Kunstverein Rheinbach ’99,
dem Bauhof der Stadt Schleiden



Eindrücke der Ausstellung

   

 

 

Anschrift

Dreiborner Str. 22
53937 Schleiden Gemünd

Anfahrtsskizze mit Parkmöglichkeit
Virtueller Rundgang durch unser Haus

Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag 13 - 18 Uhr

Auf Wunsch werden Führungen
angeboten. Wenn Sie interessiert
sind, rufen Sie uns an:

Eva-Maria Hermanns 02445-911250
Rainer Martens 02440-959214

oder schreiben uns eine Email
emhermanns@online.de
rainer.martens@t-online.de

Eintrittspreise

Erwachsene 2,00 € / p. Person
Jugendliche unter 18 Jahre 1,50 €
Senioren und Behinderte 1,00 €
Kinder unter 10 Jahre frei

Beitrittserklärung

Das Formular zum Beitritt in den Förderverein Maler der Eifel e.V. können Sie hier herunterladen. 

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