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Mama hat Fenster geputzt!   Einblicke. Ausblicke. Durchblicke.

Ausstellungsdauer 12. Oktober bis 7. Dezember 2014

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Das Thema der Ausstellung:

Fenster als „Auge des Hauses,“ als „Lob der Wand,“ als Form und Detail in der Architektur  sind  gleichermassen Öffnung wie Abgrenzung zwischen Innen und Außen, sind Ort und Anlass nicht nur der Einblicke und Ausblicke, sondern auch der Einsichten und Ansichten, bis auch das Motiv zum Thema wird, verknüpft mit dem Fragen nach Realität und Illusion der Malerei.

(1) Als in die Wand geschnittene Öffnung ist das Fenster Schnittstelle und Kreuzungspunkt zwischen Innen und Außenraum. Er umrahmt den Blick aus der Privatsphäre nach draußen als „Bildfenster“ und den Blick der Öffentlichkeit nach drinnen als „Schaufenster.“  Reduziert auf den, ein Rechteck umschreibenden Rahmen und eine Binnengliederung wird das Fenster schließlich zum Raster, das die Bildfläche unterteilt.

Das Motiv des Fensters wird zum Anlass komplexer Überlegungen und Fragestellungen zum Bild, an der Schwelle zwischen illusionistischer Darstellung und ungegenständlicher Malerei:

- nach der reduzierten Form des Fensters und seine Analogie mit dem Raster sowie der gerahmten Bildtafel

- nach dem durch den Rahmen gelenkten Blick

- nach Transparenz und Spiegelung, Licht und Schatten

- nach dem Verschleifen von Bildraum und Fläche und schließlich

- nach der  Rückkehr zum Erzählerischen.

Zur Darstellung des „Zimmers mit Aussicht“ tritt ein Bildtypus in dem das, von seinem architektonischen Umfeld isolierte Fenster zum zentralen oder gar einzigen Bildmotiv wird.

Das Fenster ist nicht mehr länger die Repräsentation der Welt oder das Instrument ihrer Erkundung, es ist deren „Schauplatz“ zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei, zwischen Bildraum und Fläche, zwischen Ausschnitt und Ganzheit, zwischen Bild und Objekt und wird zu einer Entdeckungsreise an imaginäre Orte.  Wir richten uns in ihnen anhand von wenigen Indizien wie die Art des Fensterrahmens, der Vorhänge, der Licht-und Schattenspiele, der Staub- und Spinngewebe mit unseren eigenen Träumen ein.

(2) Im Grunde ist jedes Bild ein Fenster, das sich zur Welt des gestalteten Sichtbaren öffnet. Es ist der „Ort stummer Monologe und Dialoge, der Reflexion über die eigene Stellung zwischen Begrenztem und Unbegrenztem. Durch das Fenster strömt das Licht des Tages und von außen gesehen schimmert bei Nacht das Lampenlicht des Wachenden durch seine Scheiben. Die Transparenz des Fensters macht es zur Lichtquelle und zur Schleuse von Blicken, Gefühlen und Gedanken.

„Die Fenster, Vorhänge, Oberflächenbilder und Scheiben sind vielleicht Gleichnisse einer Verzweiflung über das Dilemma, dass zwar unser Sehen uns die Dinge erkennen lässt, dass es aber gleichzeitig die Erkenntnis der Wirklichkeit begrenzt und partiell unmöglich macht.“ (Gerhard Richter)

Fenster werden  zu Symbolen jener durchsichtigen und zugleich spiegelnden Scheidewand zwischen irdischer Existenz und Transzendenz.

 

Quellen:
(1) Fresh Widow, Fenster-Bilder seit Matisse und Duchamp,  Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, 2012
(2) J.A. Schmoll gen.Eisenwirth, Fensterbilder, Recklinghausen 1976

Der Titel der Ausstellung „Mama hat Fenster geputzt“ bezieht sich auf eine „Fibel“ des Malers Grisha Burskin, der in ironischer Manier Bild und Text so gegeneinander führt, dass der „real existierende Surrealismus“ im Alltag erfahrbar wird.

 

 

 

 

 

 

 

Anschrift

Dreiborner Str. 22
53937 Schleiden Gemünd

Anfahrtsskizze mit Parkmöglichkeit
Virtueller Rundgang durch unser Haus

Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag 13 - 18 Uhr

Auf Wunsch werden Führungen
angeboten. Wenn Sie interessiert
sind, rufen Sie uns an:

Eva-Maria Hermanns 02445-911250
Rainer Martens 02440-959214

oder schreiben uns eine Email
emhermanns@online.de
rainer.martens@t-online.de

Eintrittspreise

Erwachsene 2,00 € / p. Person
Jugendliche unter 18 Jahre 1,50 €
Senioren und Behinderte 1,00 €
Kinder unter 10 Jahre frei

Beitrittserklärung

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